Halt auf freier Strecke (Kino)

Ein Film, wie er im Kino eher weniger erwartet werden kann, hat bei den 64. Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis in der Kategorie „Un Certain Regard“ gewinnen können. In dieser Kategorie werden Filme von wenig bekannten Künstlern gezeigt, die zudem in ihrer Machart aus dem üblichen Programmangebot fallen.

Auch in Berlin konnte „Halt auf freier Strecke“ 2012 überzeugen und ist zum besten deutschen Film gekürt worden. Das Werk von Regisseur Andreas Dresen gewann vier Lolas.

„Halt auf freier Strecke“ erzählt die Geschichte eines 44-jährigen Familienvaters, der an einem inoperablem Hirntumor leidet.In seinen nur noch wenige Monate dauernden Leben wird er von seiner Fraun und seinen zwei Kindern unterstützt und schließlich gepflegt. Seine Familie muss sich in eine überfordernde Situation einfinden. Sie erleben einen Persönlichkeitswechsel, den Verlust des Gedächnisses und der Fähigkeit sich zu orientieren und schließlich auch die Unbeherrschbarkeit von Körperfunktionen – die Notwendigkeit auf Windeln zurückzugreifen. Seine Schmezen kann der Vater nur mit Morphium ertragen und verliert schließlich sogar die Möglichkeit sich zu artikulieren.

Ein Film, der seinen Zuschauern nahe geht und das wohl auch möchte, aber dennoch ausreichende Distanz lässt. Ein sehr realistischer Film über das Sterben.

 

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