Theater: „Der gute Tod“

Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin hat sich einem schwierigen Thema angenommen. Gemessen an den Kritiken zur Uraufführung weithgehend mit Erfolg.
Der gute Tod“ thematisiert die Sterbehilfe auf der Bühne.

Um eine unheilbare Erkrankung an Lungenkrebs nicht durchleiden zu müssen, möchte Bernhard freiwillig aus dem Leben scheiden. Dabei soll ihm ein befreundeter Arzt helfen, der Erfahrungen auf dem Gebiet hat. Am Vorabend der todbringenden Spritze versammeln sich Menschen um Bernhard, die in seinem Leben wichtig waren. Der letzte Abend spannt sich zwischen alte Konflikte und notwendigen Abschied.

Erfreulich, dass im Kulturbetrieb Platz für ein solches Stück ist und ein über die Köpfe von Bürgern hinweg entschiedenes Thema aufgegriffen wird. Schlimm, dass Deutschen in einer solchen Situation nur der Weg in die Niederlande oder in die Schweiz bleibt. Das Stück ist ein Angebot zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Bleibt zu hoffen, dass irgendwann auch die Ärzte in Deutschland begreifen, dass sie es sich mit ihrer letzten Entscheidung zu einfach gemacht haben. Immerhin ist die Medizin teils auch Ursache einer verlängerten Lebens- aber eben auch Leidenszeit. Sich als Arzt aus der Verantwortung zu stehlen, wird dem kaum gerecht.


Termine:

  • So, 4. September 2011, 18.00 Uhr
  • Fr, 9. September 2011, 19.30 Uhr
  • So, 25. September 2011, 18.00 Uhr
  • Sa, 8. Oktober 2011, 19.30 Uhr

Dieser Text  darf unter diesen Voraussetzungen mit folgender, unveränderter Quellenangabe im Internet verwendet werden:

Quelle: www.lebensabschied.org, Meik Conrad, 30.08.2011,
http://www.lebensabschied.org/2011/08/theater-der-gute-tod/


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