Der Dorotheenstädtische Friedhof in Berlin

Die „Deutsche Welle“ zeigt in einer kleinen Bilderfolge, welche bekannten Grabstellen auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin Mitte zu finden sind. Zu sehen sind neben denen anderer Persönlichkeiten die Grabsteine von Arnold Zweig, Anna Seghers, Johannes R. Becher, Berthold Brecht und die Büste von Heinrich Mann.

Die ersten Bestattungen fanden auf dem Friedhof 1770 statt. Diesem Alter, den schmuckvollen Grabanlagen und den Persönlichkeiten, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben, verdankt der Friedhof, dass er insgesamt 1983 unter Denmalschutz gestellt wurde. Zeit, Krieg, Zerstörung und Diebstahl sind an diesem Ort der letzten Ruhe aber nicht spurlos vorbei gegangen. Umfangreiche Restaurationsarbeiten sind für den Erhalt und die Pflege notwendig.

Institutionen des Berliner Kunst- und Geisteslebens waren in den zugehörigen Stadtteilen des Friedhofs zu finden. So wundert kaum, dass in diesem Gebiet Menschen lebten und starben die künstlerisch-intellektuell für ihre Zeit bedeutsam waren und uns auch heute noch weitgehend bekannt sind.

Der Friedhof wurde mehrfach vergrößert, aber ein Teil wurde auch stadtplanerischen Gesichtspunkten geopfert. Die 1889 bei der Hannoverschen Straße vollzogene Anpassung  an die Verkehrsverhältnisse, führte unter anderem zu einem Umzug der Gräber von Johann Gottlieb Fichte (verstorben 1814) und Georg Wilhelm Friedrich Hegel (verstorben 1831).

Arbeiten aus Gusseisen, Stein und Marmor sind auf dem Friedhof sehenswert. Die Gestaltung der Grabanlagen reicht von schlicht bis prunkvoll, vom Einzelgrab bis beispielsweise zum großen Hoffmann-Familiengrab. Figuren geraten zwischendurch ins Blickfeld, Ausschmückungen zeugen von großer Handwerkskunst. Philosophen, Schriftsteller, Schauspieler, Maler und Baumeister haben hier ihre Ruhe gefunden. Politiker, Journalisten und andere Personen des öffentlichen Lebens ebenso.

Auch aus neuerer Zeit gibt es Gräber, wie beispielsweise das von Heiner Müller von 1995. Unter den über 200 Friedhöfen Berlins, ist dieser ein ganz besonderer und eine ruhevolle Stätte gegenüber dem Troubel der übrigen Stadt.

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